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Die verheerenden Brände im brasilianischen Regenwald haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Auch hierzulande setzen Trockenheit, Schädlinge und Stürme unseren Wäldern immer stärker zu. Positives kommt hingegen aus Äthiopien: Dort pflanzten die Bürger an einem einzigen Tag mehr als 350 Millionen Bäume und stellten damit einen Weltrekord auf. Die Aktion war erst der Auftakt zu einem massiven, vier Milliarden Bäume „schweren“ Aufforstungsprogramm.

Unsere Wälder bestimmen immer öfter die täglichen Schlagzeilen – ob in Kenia oder Karlstein. Weil sie zunehmend gefährdet sind. Und weil mit ihrem möglichen Verschwinden auch unsere Lebensgrundlagen verschwinden würden. Unsere Wälder sind wahre Schatzkammern der Artenvielfalt. Sie sind unschätzbar wichtige Erholungsräume für uns Menschen. Sie sind Arbeitsplatz und Quell für nachhaltig produzierte Hölzer.

Der Wald kann aber noch mehr: Er speichert riesige Mengen an CO2. Erst jetzt haben Forscher gezeigt, dass globale Aufforstungen sogar den Klimawandel aufhalten könnten. Doch in der Realität ist das Gegenteil der Fall: Abholzungen rund um den Globus gehen ungebremst weiter. Solange es die Weltgemeinschaft nicht schafft, endlich an einem Strang zu ziehen, solange wir Verbraucher unser Konsumverhalten nicht überdenken, wird sich daran wenig ändern.

Auch wir in Bayern müssen viel mehr zum Schutz unserer heimischen Wälder tun. Wie dramatisch schlecht deren Zustand ist, kann jeder Spaziergänger mit bloßem Auge erkennen: trockene Baumkronen, abgestorbene Fichten, und ganze Schneisen vom Sturm umgeknickter Bäume, so wie kürzlich rund um Kahl.

Der Freistaat, dem immerhin ein Drittel der bayerischen Waldfläche gehört, steht in einer besonderen Verantwortung, um für das Wohl des Waldes zu sorgen. Mehr noch: er hat eine wichtige Vorbildfunktion, was dessen Bewirtschaftung angeht. Doch vernachlässigt die Staatsregierung drängende Zukunftsaufgaben wie Waldumbau und Naturschutz. Sie hat aus den Staatsforsten erzielte Gewinne bislang lieber in die Staatskasse fließen lassen als in den Schutz des Waldes reinvestiert. Und so ist auch die Personaldecke der Bayerischen Staatsforsten viel zu dünn, um die staatlichen Bestände fit zu machen für die veränderten Klimabedingungen.

Auch wenn der bayerische Ministerpräsident derzeit alles tut, sich öffentlichkeitswirksam als besonders ambitionierter Naturschützer zu präsentieren, dürfte eines klar sein: Allein die 30 Millionen Bäume, die er in den kommenden fünf Jahren pflanzen will, werden den Bayerischen Wald nicht retten. Dafür muss sichtlich mehr getan werden.

Herzlichst

Unterschrift Ihre Martina blau
Martina Fehlner, MdL