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Die aktuellen Corona-Ausbrüche in deutschen Schlachtbetrieben haben die teils miserablen Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Da liegt die Vermutung nahe: Wo es an Respekt gegenüber den Menschen mangelt, ist es bis zum Tierleid oft nicht weit.  

Nun sind Schlachthöfe per se kein Wohlfühlort. Bolzenschuss, Kopfüber-Hängen am Schlachtband, Elektroschock, Blut. Während wir einen saftigen Braten, knusprige Hähnchenschenkel oder deftigen Schweinshax’n genießen, verdrängen wir nur zu gerne, dass zum Fleischgenuss eben auch das Schlachten gehört.

Dabei ist es so wichtig, gerade an diesem Ort, wo ein Tier zu Fleisch wird, genau hinzusehen: Wird garantiert, dass die Tiere keinen Stress haben? Sind die Mitarbeiter ausreichend qualifiziert? Ist der Zeitdruck beim Akkord-Schlachten zu hoch? Hier brauchen wir strengere Gesetze und ausreichend Kontrollen. Und noch etwas: Wir müssen unsere vielen kleinen Schlachthöfe erhalten. Mehr Regionalität sorgt für mehr Tierwohl, nicht zuletzt aufgrund der kürzeren Transportwege.

Qualvolle Tiertransporte, die von Bayern aus quer durch die EU und weit darüber hinaus führen, sind dagegen bis heute traurige Praxis. Zwar existiert mittlerweile eine Länderliste, in die Transporte tabu sind. Doch die Liste ist löchrig. Und der Staatsregierung ist es bislang nicht gelungen, eine Praxis zu verhindern, bei der Tiere in Drittländern einfach umdeklariert und weitergeschickt werden – so geschehen mit einer trächtigen Zuchtkuh aus Miesbach, die letztendlich als Schlachtvieh in Libyen landete. Wir Abgeordneten der SPD-Landtagsfraktion haben bereits vor Monaten Aufklärung dazu gefordert. Die Staatsregierung muss derlei Praktiken unbedingt einen Riegel vorschieben!

Der Leidensweg mancher Tiere beginnt allerdings oft schon im heimischen Stall: So haben vor nicht allzu langer Zeit gleich mehrere Tierschutzskandale in Allgäuer Milchvieh-Betrieben für Entsetzen gesorgt. In den Medien kursierten Bilder von abgemagerten Kühen in verdreckten Ställen, von Tieren, die mit Traktoren durch den Stall geschleift oder tagelangen Todeskämpfen überlassen wurden. Wieder waren es Großbetriebe. Und wieder schauten die Behörden zu lange zu. Auch hier hat die SPD-Fraktion Aufklärung gefordert.

Es ist der gnadenlose Wettbewerb ums billigste Fleisch, um die günstigste Milch, der derlei Auswüchse begünstigt hat. Es darf nicht sein, dass dieser Preiskampf auf dem Rücken der Tiere ausgetragen wird. Wenn die Bundeslandwirtschaftsministerin jetzt eine Tierwohlabgabe ins Spiel bringt, begrüßen wir das. Es muss aber noch mehr geschehen, auch in Bayern. Meine Fraktion hat jetzt eine Expertenanhörung im Landtag durchgesetzt. Sie soll Vorschläge erarbeiten, wie sich das Tierwohl in Bayern maßgeblich verbessern lässt, welche neuen Perspektiven dies den bayerischen Landwirten eröffnen können und wo entsprechende Förderungen ansetzen müssen.

Für eine Politik, die das Wohl von Mensch und Tier gleichermaßen im Blick hat – dafür werde ich mich auf weiterhin mit ganzer Kraft einsetzen.

Herzlichst

Unterschrift Ihre Martina blau
Martina Fehlner, MdL