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Die bayerischen Landwirtinnen und Landwirte haben es in diesen Tagen wahrlich nicht einfach. Die hohen Energiepreise treffen auch sie mit aller Härte. Diesel ist teuer geworden, ebenso Stickstoffdünger, für deren Herstellung viel Erdgas benötigt wird. Zugleich sind die Preise für Futtermittel in die Höhe geschossen. Und als wäre das nicht genug, bereitet die anhaltende Trockenheit zunehmend Sorgen um die Qualität der Ernte.  

Putins Krieg gegen Europas Kornkammer, die Ukraine, hat bestehende Probleme verschärft und neue geschaffen. Fakt ist: Für viele Landwirtinnen und Landwirte lohnt sich der Betrieb weniger denn je, während der Druck, in Tierwohl zu investieren, stetig wächst. Es steht zu befürchten, dass auch in diesem Jahr wieder viele bayerische Bauernhöfe aufgeben werden.

Die gestiegenen Preise für Sprit, Strom und Agrarprodukte bekommen auch wir Verbraucher an der Kasse zu spüren. Im Mai etwa kostete Energie 38 Prozent mehr als im Vorjahr, Nahrungsmittel verteuerten sich um 11 Prozent. Diese Entwicklung treibt hierzulande immer Menschen zu den Tafeln. In Afrika dagegen drohen Hungerkatastrophen, sollten die Ausfuhrwege für ukrainisches Getreide weiter blockiert werden.

In dieser schwierigen Situation werden nun Rufe nach einer teilweisen Aussetzung des europäischen Green Deal laut – dem Fahrplan, der Europa bis 2050 klimaneutral machen soll: Pflanzenschutzmittel sollen auf ökologischen Flächen erlaubt werden, um die heimische Nahrungsmittelproduktion zu steigern. Auch die Pflicht, ab 2023 vier Prozent der Ackerflächen stillzulegen, solle aufgehoben werden, um dort Nahrungsmittelanbau zu betreiben. Es sind die gleichen Stimmen, die auch für eine Laufzeitverlängerung der drei letzten verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland plädieren.

Das aber ist kurzsichtig gedacht. Der Klimawandel und das Artensterben schreiten unaufhaltsam voran. Sie lassen keinen weiteren Aufschub im Handeln zu. Sie gebieten in aller Dringlichkeit, die begonnene Transformation hin zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen und widerstandsfähigen Landwirtschaft mit aller Kraft voranzutreiben.

Ja, es stimmt, dass die aktuelle Übergangsphase teuer und unbequem sein mag. Gleiches gilt übrigens für den Weg in von fossilen hin zu regenerativen Energien. Deshalb ist es die Aufgabe des Staates, die finanziellen Bürden für Menschen mit geringem Einkommen erträglich zu halten. Das Entlastungspaket auf Bundesebene hat hierfür bereits einen wichtigen Beitrag geleistet. Nun hat die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag ein zusätzliches bayerisches Entlastungspaket gefordert.

Der Umbau der Landwirtschaft, er muss von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinschaftlich getragen werden – und nicht einseitig auf Kosten der Landwirte gehen. Sinnvoll wäre etwa die Reaktivierung eines Runden Tisches zur Zukunft der Milchproduktion, der alle Beteiligten der Wertschöpfungskette zusammenbringt.

Doch auch wir als Verbraucher sind gefordert, persönliche Verhaltensweisen zu überdenken, Fleischkonsum und Einkaufsverhalten auf den Prüfstand zu stellen – und Lebensmittelverschwendung einzudämmen. Allein in Bayern werden jährlich rund eine Million Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Um dagegen auf allen Ebenen wirksam vorzugehen, haben wir als SPD-Landtagsfraktion ein entsprechendes Maßnahmenpaket beantragt.

Für eine erfolgreiche, zukunftsorientierte bayerische Landwirtschaft, die den Betrieben ein faires Auskommen sichert, die gute Lebensmittel liefert und Nutztieren artgerechte Haltung bietet, eine Landwirtschaft, die Ressourcen schont und zum Erhalt der Biodiversität beiträgt – dafür setze ich mich mit meiner Arbeit nachdrücklich im Bayerischen Landtag ein.

 

Herzlichst

Unterschrift Ihre Martina blau
Martina Fehlner, MdL