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Das Corona-Jahr 2020 – es war ein schlimmes Jahr für den bayerischen Tourismus. Die jetzt veröffentlichte Jahresbilanz dokumentiert einen beispiellosen Einbruch der Branche: Bayernweit hat sich die Gästezahl im vergangenen Jahr halbiert, die Übernachtungen sind um 41 Prozent zurückgegangen.

Auch bei uns am Untermain ist die Lage dramatisch: ein Drittel weniger Übernachtungen in Aschaffenburg, ein Minus von mehr als 40 Prozent im Landkreis Miltenberg und im Landkreis Aschaffenburg sind es sogar 47 Prozent. Die Zahlen sprechen für sich. Und da auch jetzt im neuen Jahr weiterhin unklar ist, wann, Gastronomie, Hotellerie und Reisebüros wieder öffnen können, wächst die Verzweiflung auch in unserer Region.  

Besonders weh tut, dass derzeit gerade vielen kleineren Betrieben die Luft ausgeht, denn Rücklagen sind oftmals längst aufgebraucht. Wenn unsere Traditionsgasthäuser im Ort, unsere Weinstuben und Brauereigasthöfe, die familiären Pensionen und die mit viel Herzblut geführten Hotels für immer zumachen müssten – dieser Verlust wäre kaum vorstellbar.

Wir Abgeordneten der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag fordern daher mehr Engagement von der Staatsregierung bei der Aufgabe, den touristischen Akteuren in Nöten rasch und wirksam zu helfen, um die Corona-Krise zu überstehen – und eine drohende Pleitewelle abzuwenden.

Es ist unverständlich, warum sich die Staatsregierung in dieser dramatischen Krise nicht stärker für die Tourismusbranche einsetzt. Immerhin ist sie eine der wichtigsten Wirtschaftszweige im Freistaat. Dringend nötig sind langfristig angelegte, bayerische Hilfsprogramme, die auf die speziellen Bedürfnisse der hiesigen Tourismuswirtschaft zugeschnitten sind – etwa für Anbieter von Ferien auf dem Bauernhof oder Brauereigaststätten. Denn sie fallen bei den Bundeshilfen vielfach durchs Hilfsprogramm-Raster.

Ganz essenziell sind aber auch konkrete Öffnungskonzepte für den Tourismus, denn ein weiteres Hin und Her verkraftet die Branche nach fast einem Jahr Ausnahmezustand nicht. Wenn der Wirtschaftsminister nun den März als mögliches Datum für eine Öffnung der Außengastronomie ins Spiel bringt, ist das zwar begrüßenswert, aber zu unverbindlich. Die touristischen Akteure brauchen zeitnah einen wirklich verlässlichen Planungsrahmen, wann sie wieder hochfahren können – etwa in Abhängigkeit von den Infektionszahlen. Schließlich brauchen Hoteliers und Gastronomen einen gewissen Vorlauf, müssen Waren einkaufen und ihr Personal „zurückholen“. Und auch Reisende wollen rechtzeitig wissen, wann der nächste Urlaub möglich ist. 

Aktuelle Studien zeigen: Wandern, Radeln, Erholung in der Natur, Erlebnisse in kleinen Städten – diese Trends werden auch die Urlaubssaison 2021 bestimmen. Und wie bereits im vergangenen Jahr setzen viele auf Urlaub im eigenen Land. Gerade unsere Region am Bayerischen Untermain bietet all das, wonach die Menschen sich nun sehnen: Wir haben wunderschöne Landschaften zwischen Main und Spessart, ein hervorragendes Rad- und Wanderwege-Netz, erstklassige Mountainbike-Trails und eine bundesweit einzigartige E-Bike-Infrastruktur. Wir haben tolle Ferienbauernhöfe für Familien, zünftige Häckerwirtschaften, lauschige Biergärten und erstklassige Gasthäuser. Mit dem Neustart des Tourismus haben wir eine hervorragende Gelegenheit, neue Zielgruppen zu gewinnen – und fürs Wiederkommen zu überzeugen.

Dafür engagieren wir uns weiterhin mit allem Nachdruck.

Herzlichst

Unterschrift Ihre Martina blau
Martina Fehlner, MdL