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An Pfingsten hat die Polizei auf einem Rindermastbetrieb bei Rothenburg ob der Tauber 150 verhungerte Rinder gefunden. Weitere 50 mussten später eingeschläfert werden. Es ist ein Tierschutzskandal, der betroffen macht und der sich einreiht in eine ganze Folge an furchtbaren Tierwohlverstößen, die in Bayern in den vergangenen Jahren aufgedeckt wurden. Und wieder ist es den Behörden nicht gelungen, Tierleid zu verhindern.

Dieser jüngste Vorfall ist ein sehr drastisches Beispiel, der allerdings keinesfalls repräsentativ für die Branche ist. Der Fall rückt aber erneut ganz deutlich ein strukturelles Problem ins Licht: Kontrollen finden im Freistaat viel zu selten statt. Denn die Behörden verfügen gar nicht über ausreichend Personal, um wirklich engmaschig zu kontrollieren. Hier mahnen wir seit Langem Verbesserungen an.

Zu diesem Problem gesellt sich aber noch ein zweites: dass nämlich bei Verstößen nicht entschieden genug durchgegriffen wird. Erinnern Sie sich an den Tierrechtsskandal von Bad Grönenbach im Jahre 2019? Auf eine Anfrage meiner Fraktion hin musste die Staatsregierung im Herbst 2020 einräumen, dass viele schwerwiegende Mängel nach wie vor weiterbestanden. Offensichtlich fehlt es an politischem Willen, die Dinge von Grund auf zu ändern. Das akzeptieren wir nicht, weder jetzt noch in Zukunft.

Denn nicht zuletzt erschüttern derlei Skandale das Vertrauen der Menschen in die bayerischen Landwirtinnen und Landwirte, die Großartiges für uns leisten – oft unter großen Mühen und an 365 Tagen im Jahr.

Klimakrise, Artensterben, Pandemien: Genau wie unsere Welt derzeit im Umbruch ist, so wandelt sich auch die Rolle der Landwirtschaft. Sie wird in Zukunft immer mehr auch zum Ökosystemdienstleister. Landwirtschaft und Ökologie, beides muss noch viel stärker gemeinsam gedacht werden. Um Lebensräume zu bewahren, Böden und Klima zu schützen oder mit der zunehmenden Wasserknappheit umzugehen.

Mit Sorge beobachten wir, wie der Druck gerade auf die kleinen und mittelständischen Familienbetriebe wächst. Sie werden förmlich zerrieben zwischen dem Preisverfall auf der einen und den Ökomaßnahmen auf der anderen Seite. 

Ja, die Verbraucher verlangen verstärkt Bio. Und natürlich ist es mehr als begrüßenswert, wenn nun der Ausstieg aus der Anbindehaltung angekündigt wird. Wir alle wollen, dass Schweine auf Stroh liegen und Hennen in offenen Ställen gackern können. Aber um diese Dinge umsetzen zu können, brauchen Landwirte ausreichende, verlässliche und langfristige Unterstützung. Mehr Öko und mehr Tierwohl, das muss sich spürbar lohnen – nur dann kann die Wende Erfolg haben. Und diese Forderung stellen wir immer wieder aufs Neue.

Regionalität ist ein weiteres Thema, das unserer Meinung nach die Staatsregierung viel beherzter angehen müsste. Denn eine faire, soziale und ökologische Landwirtschaft braucht regionale Strukturen, dezentrale Schlachthöfe, Molkereien und regionale Vermarktungsmöglichkeiten. Dafür und für eine familiengeprägte, moderne Landwirtschaft in Bayern setze ich mich gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Bayerischen Landtag ein.

Herzlichst

Unterschrift Ihre Martina blau
Martina Fehlner, MdL