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„Wird meine Rente später einmal zum Leben reichen?“ Diese Sorge treibt immer mehr Menschen um. Es ist eine berechtigte Sorge. Erst jetzt ist eine Studie der Bertelsmann-Stiftung erschienen, die zeigt, dass sich Altersarmut künftig immer weiter ausbreitet. Selbst, wenn es wirtschaftlich gut läuft, könnte der Anteil der Rentner, die von Armut bedroht sind, erheblich steigen. Im Klartext: Wenn wir nichts unternehmen, ist in 20 Jahren jeder fünfte Rentner in Deutschland arm. Eine mehr als beunruhigende Entwicklung!

Die Studienergebnisse decken sich weitgehend mit den Antworten aus einer Anfrage, die meine Fraktion bereits im Juli an die Staatsregierung gestellt hatte. Auch hier zeigt sich ein klarer Trend: Die Altersarmut im Freistaat hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Derzeit sind in Bayern rund 450.000 Menschen über 65 Jahren armutsgefährdet. Auffällig ist, dass besonders Frauen unter Armut im Alter leiden. Oft, weil sie ihre Arbeit für die Familie aufgegeben haben. Weil sie den Haushalt geschmissen, die Kinder großgezogen und die eigenen Eltern gepflegt haben. Oder weil sie „nur“ in einem Minijob gearbeitet haben.

Noch etwas fällt auf: Trauriger Spitzenreiter in Sachen Altersarmut unter den bayerischen Regionen ist Unterfranken: Während die Armutsgefährdungsquote von Senioren in Oberbayern im Jahr 2015 bei 12 Prozent lag, waren es in Unterfranken über 20 Prozent!

Ob im Norden oder Süden Bayerns, ob Frau oder Mann: Es darf nicht sein, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben oder für die Familie da waren, im Alter mit leeren Händen dastehen. Das ist nicht meine Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit. Wer lebenslang Leistung erbracht hat, der hat im Alter ein Anrecht auf ein Leben ohne finanzielle Not.

Die Grundrente, für die sich meine Partei auf Bundesebene nachdrücklich einsetzt, halte ich für eine ganz wichtige Maßnahme. Außerdem brauchen wir mehr sozialversicherungspflichtige Arbeit. In Zeiten des Fachkräftemangels sollten prekäre Beschäftigungsverhältnisse unbedingt zurückgedrängt und mehr reguläre Stellen geschaffen werden. Wenn sich die Staatsregierung jetzt über den Bundesrat für eine Anhebung der Minijob-Verdienstgrenze einsetzt, ist das allerdings genau das falsche Signal. Um speziell Frauen vor der Armutsfalle zu bewahren, benötigen wir kostenfreie Kitas mit gut ausgebildetem Fachpersonal und bedarfsgerechten Öffnungszeiten sowie mehr Ganztagsschulen, damit sie überhaupt arbeiten können. Wir müssen Alleinerziehende besser unterstützen – denn sie sind besonders armutsgefährdet. Und wir brauchen mehr Impulse, um eine gerechtere Aufgabenteilung innerhalb der Familie zu erreichen. Schließlich kann auch eine soziale Wohnungspolitik dazu beitragen, dass sich die Menschen auch im Rentenalter noch ihr Dach über dem Kopf leisten können.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Bayern muss ganz oben stehen. Dafür setze ich mich gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen auch im Bayerischen Landtag ein.

Herzlichst

Unterschrift Ihre Martina blau
Martina Fehlner, MdL