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Freizeit- und Ausflugstipps für die Sommerferien

Wo verbringen Sie dieses Jahr Ihren Sommerurlaub? Am Meer? In den Bergen?  Oder bleiben Sie einfach zu Hause? Letzteres ist mit Sicherheit keine falsche Entscheidung. Immerhin haben wir das große Glück, in einer traumhaft schönen Region zu wohnen, die Erholungssuchenden einfach alles bietet. Unberührte Natur, umwerfende Landschaften, tolle Rad- und Wanderwege, kulinarische Erlebnisse – alles da! Deshalb bin ich fest überzeugt, dass sich ein „Urlaub daheim“ mindestens genauso erholsam anfühlen kann wie ein „echter“ Urlaub mit Kofferpacken.

Mein Tipp: Spielen Sie einfach mal Touristin und Tourist. Ich bin mir sicher, Sie werden die lokalen Sehenswürdigkeiten – mittelalterliche Burgen, romantische Marktplätze und windschiefe Fachwerkhäuser – mit ganz anderen Augen betrachten. Die neue Web-App des Tourismusverbands Spessart-Mainland versorgt Sie auf Ihrer Sightseeing-Tour oder Wanderung mit den entsprechenden Hintergrundinformationen und aktuellen Tipps.

Im Folgenden habe ich Ihnen meine persönlichen Empfehlungen für Ausflüge und Aktivitäten in den Sommerwochen zusammengestellt. Und ganz gleich, ob Sie nun ins Flugzeug steigen, einen Städtetrip mit der Bahn machen oder vor der Haustüre die Wanderschuhe schnüren: Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Urlaubszeit.

Ihre Martina Fehlner

 

Das A&O für unterwegs: die regionale Web-App
Was gibt’s hier eigentlich zu sehen? Welcher Wanderweg ist der schönste? Kommt heute noch Gewitter? Wo ist der nächste Biergarten? Wer sich die neue Web-App des Tourismusverbands Spessart-Mainland aufs Smartphone lädt, hat alle touristischen Informationen über die Region sozusagen „to go“ dabei. Besonders übersichtlich wird die Anwendung dadurch, dass Informationen stets nach dem persönlichen Standort sortiert sind, so muss niemand lange herumsuchen. Die Anwendung ist abrufbar unter willkommen.spessart-mainland.de.

Wenn Bäume babbele: In Lohr gibt’s was auf die Ohren
Sie glauben, Bäume können nicht sprechen? Na dann machen Sie doch mal einen Ausflug nach Lohr. Dort beweisen Ihnen zwölf besonders schöne Exemplare das Gegenteil. Gingko, Ahorn, Zeder & Co. erzählen amüsante oder wissenswerte Geschichten über sich selbst. Aber nicht nur die Bäume, auch die Bänke in Lohr babbeln fröhlich drauflos und geben so manchen Schwank in Mundart zum Besten. Alles, was Spaziergänger dabei haben sollten, um die Sprache von Bäumen und Bänken zu verstehen, ist ein Smartphone. Die Stadt hat jetzt einen Flyer herausgebracht, der zu den Standorten der gesprächigen Zeitgenossen führt.

Erfrischend! Wasser-Erlebnisse in Mespelbrunn
Einfach mal die Seele baumeln lassen – und die Beine auch. Zum Beispiel im erfrischend kühlen Wasser, das entlang des barrierefreien Erlebniswegs in Mespelbrunn plätschert. Auch Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen haben es auf dem Rundweg leicht, der heimischen Natur und dem Element Wasser unkompliziert näherzukommen. Kinder können am Bachlauf spielen und die barrierefreie Wassertretanlage sorgt für einen erfrischenden Kick.
Tipp: Wer will, kann das Wassererlebnis in einen rund sechs Kilometer langen Rundwanderweg einbinden – und sich die kleine Schleife des schönen Julius-Echter-Wegs vornehmen.

Endlich wieder Kultur: Scherenburgfestspiele und mehr
Das kulturelle Leben war durch die Corona-Pandemie massiv ausgebremst worden. Jetzt ist es in der Region zurück – unter anderen mit drei besonderen Sommerfestivals: Bis zum 15. August laden die Scherenburgfestspiele in Gemünden zum Open-Air-Erlebnis in historischem Ambiente ein und zeigen, wie sich ein buntes Bühnenprogramm vom „Raub der Sabinerinnen“ bis hin zu „Emil und die Detektive“ auch in Corona-Zeiten verantwortungsvoll umsetzen lässt. Auch die Alzenauer Burgfestspiele können  wieder stattfinden – wenn auch in diesem Jahr in einem anderen, nicht weniger stimmungsvollen Ambiente im Rosengarten des Michelbacher Schlösschens. Vom 3. bis zum 11. September ist es soweit. Und selbst die Klingenberger Clingenburg erwacht in diesen Tagen zu neuem Leben. Wenn nämlich die „Päpstin“ die Zuschauer mit ihrer tragischen Geschichte in den Bann zieht. Das Musical ist eine eindrucksvolle Inszenierung des Vereins MainMusical.          

Medizin gegen Fernweh:Man Ray in der Jesuitenkirche: Poet der Dunkelkammer
Dass diese besondere Ausstellung ausgerechnet nach Aschaffenburg gekommen ist, ist kein Zufall.  Denn der amerikanische Fotograf, Regisseur und Objektkünstler Man Ray teilte einst eine Leidenschaft mit dem Künstlerkollegen Christian Schad, dessen Nachlass ja in Aschaffenburg aufbewahrt wird: das Experimentieren mit Fotogrammen. Neben diesen dadaistischen und surrealistischen  „Fotos ohne Kamera“ werden weitere sehenswerte Werke und Objekte aus Man Rays Schaffen gezeigt. Die Ausstellung läuft bis zum 24. Oktober.

Mit der Ameise über die Feuchtwiesen: Natur-Erlebnispfad Wiesthal
Sie sind nicht groß, aber sie herrschen über ein großes Reich: Die gelben Schattenameisen wuseln überall auf den Feuchtwiesen des Naturschutzgebietes Spessartwiesen herum und haben unzählige Nester gebaut. Ein lustiges Ameisenmaskottchen ist es auch, das Ausflügler zu dem drei Kilometer langen Rundweg begrüßt. Acht Stationen stellen die typische, vom Wasser geprägte Kulturlandschaft mit ihren Tieren und Pflanzen teils interaktiv vor: Mit Hilfe einer  Handpumpe fällt es etwa kinderleicht zu verstehen, wie die typischen Wässerwiesen funktionieren. Man kann Molche beobachten, durch eine Kneipp-Anlage waten und nebenbei eine Menge über die lokale Mühlengeschichte und die Streuobstwiesen erfahren. Startpunkt ist der Alte Parkplatz am Ortsrand von Wiesthal. Der Weg kann mit dem Kinderwagen befahren werden. 

Mikwe, Klezmer und mehr: jüdischem Leben auf der Spur
2021 ist ein besonderes Jubiläumsjahr, zelebriert es doch 1.700 Jahre jüdische Geschichte in Deutschland. Die Stadt Miltenberg hat aus diesem Anlass ein ganzes Kulturprogramm aufgelegt: Die fotografische Sonderausstellung „Ganz rein“ entführt in die Welt jüdischer Ritualbäder. Am 6. August lädt das Ensemble „Hot & Cool“ zu einem Klezmer-Tango-Abend in den Hof der Mildenburg. Und am 20. August suchen Interessierte beim „Rundgang gegen das Vergessen“ nach Spuren ehemaliger jüdischer Mitbürger in Miltenberg. Die zweistündige Tour führt unter anderem in den Museumskeller, zu Stolpersteinen in der Stadt, aber auch zu Synagogen und zum alten Judenfriedhof. Ein interessantes Programm und ein wichtiger Beitrag, um in Zeiten von zunehmendem Antisemitismus aufzuklären, zu informieren und Annäherung zu schaffen.

Idyllisches Rothenbuch – immer wieder schön
Durch das idyllische Örtchen mitten im Spessart spaziere ich einfach immer wieder gerne. Wer mit der Familie unterwegs ist, kann sich dem Ortskern auf dem barrierefreien Erlebnisweg nähern und auf dem wellenartigen Parcours „Höhe und Schwerkraft“ erleben. Interessant ist das Bauernhausmuseum mit seiner originalgetreuen Einrichtung: Es öffnet jeden ersten und dritten Sonntag im Monat seine historischen Pforten für Besucher. Für Wanderlustige sei der rund 3,5 Kilometer lange Mühlenweg empfohlen. Er führt an der Hafenlohr und an historischen Mühlgräben entlang zur Ruhlandsmühle und der Gemeindemühle aus dem Jahr 1742. Deren Mühlrad dreht sich bis heute.

Mitten ins Mittelalter: Kulturweg rund um die Ketzelburg
Von Mythen und Legenden umwoben ist die Ketzelburg in Haibach. Erst jüngere Forschungen und Grabungen konnten manches Geheimnis der Anlage lüften, die wohl aus dem 12. Jahrhundert stammt. Unter dem Titel „Ritter, Fürst und Wellekipper“ lässt ein neuer Kulturweg Mittelalterfreunde eintauchen in die vergangenen Zeiten. Der Weg führt entlang des einstigen Ringwalls zum Aussichtspunkt „Hohes Kreuz“ und zur kurfürstlichen „Brunnenstube.“ Von hier aus wurde im Hochmittelalter Wasser hinunter nach Aschaffenburg geleitet.
Lust bekommen,  noch mehr regionale Geschichte zu erwandern? Dann nur zu: Mittlerweile gibt es ganze 89 Europäische Kulturwege in unserer Region. Zusammengefasst sind sie in einer kompakten neuen Broschüre, die der Tourismusverband Spessart-Mainland in Kooperation mit dem Archäologischen Spessartprojekt herausgegeben hat. Der handliche Führer für den Rucksack bietet alle wichtigen Infos in Kurzform.

Heißes Eisen für Mountainbiker: Der „Ei 1“ bei Obernburg
Je hügeliger die Landschaft, desto höher schlagen die Mountainbiker-Herzen. Und so ist die Destination Churfranken längst eine feste Nummer unter passionierten Geländeradlern. Die Rundstrecke Obernburg – Eisenbach gilt als mittelschwer und ist als Einstieg, aber auch für sportliche Familien, bestens geeignet. Zwischen knackigen Anstiegen und Abfahrten mit viel Flow bieten sich entlang der Trails immer wieder wunderschöne Aussichten aufs Maintal und weit in den Spessart. Die mit der Markierung „Ei1“ gekennzeichnete Route ist rund 31 Kilometer lang, führt zum Teil über historische Römerwege und im letzten Teil vorbei am Bike-Übungsgelände am Stutzberg.

Seeluft in der Stadt schnuppern
So ein Tretboot ist zwar keine Jacht, und der Main ist im bayerischen Nizza längst nicht so blau wie die Côte d‘Azur im echten Nizza. Trotzdem tut es manchmal gut, einfach mal die Leinen los zu machen und rauszuschippern aufs Wasser. So ein Trip mit Tretboot oder Kanu vom Aschaffenburger Floßhafen aus eröffnet ganz neue Perspektiven auf die Stadt – und bietet einen klitzekleinen Hauch von Abenteuer. Wem das noch nicht reicht, der kann beim trendigen Stand-up-Paddling versuchen, sich über Wasser zu halten. In den Ferien werden auch zahlreiche Kurse angeboten.

Die Heimat erschmecken: zu Besuch beim Bauern
Der Wert guter, regional erzeugter Lebensmittel ist vielen Menschen in der Corona-Pandemie bewusster geworden. Warum also nicht direkt beim Bauern einkaufen? Immer mehr Landwirte vermarkten ihre Produkte direkt ab Hof, richten Milchtankstellen ein, stellen Eierboxen und „Regiomaten“ auf – üppig befüllt mit Wurstprodukten, Käse oder Marmeladen.
Haben Sie schon einmal Brot selbst gebacken? In der Knecht-Mühle in Eisenbach erhalten Sie das passende Getreide dazu, natürlich frisch vermahlen. Oder das: Schnappen Sie sich einen Kanister und holen sich in der Apfelzeit frischen Süßmost direkt von der Kelterei. Zu wissen, wo die Lebensmittel herkommen, ist nicht nur ein gutes Gefühl. Wer regional einkauft, unterstützt die heimischen Landwirte – und bekommt ein authentisches Ausflugserlebnis gratis dazu.

Sommer, Sonne, Wasserrutsche: das Terrassenbad Frammersbach
Was wären die Sommerferien ohne Badespaß? Den ganzen Tag lang herumtoben, bäuchlings die Wasserrutsche hinuntersausen und es beim Sprung vom Einer so richtig spritzen zu lassen – für die Kinder ein Riesenvergnügen. Eines der schönsten Freibäder in der Region ist für mich das vielfältige Terrassenbad Frammersbach. Das Panorama vom terrassierten Gelände aus auf den Spessart ist umwerfend schön. Die weitläufigen Liegewiesen laden dazu ein, auch mal zu entspannen und gemütlich ein Buch zu lesen. Hier fällt Abstand halten leicht. Sportlich Ambitionierte können im 50-Meter-Becken ihre Bahnen ziehen. Und die Kleinsten machen im Planschbecken mit dem Wasserigel und den Fontänen erste Bekanntschaft mit dem faszinierenden Element Wasser. Die Besucherzahlen sind begrenzt, eine Online-Reservierung ist jedoch nicht nötig. Über die Website sowie einen Link für mobile Endgeräte können sich Wassernixen über die aktuelle Auslastung informieren.

Kraxeln und Eisessen: Ausflug nach Groß-Umstadt
Während Wenigumstadt noch ein Teil von Bayern ist, liegt Groß-Umstadt schon in Hessen. Beim entspannten Familienausflug zur „Odenwälder Weininsel“ ist für alle was drin: Der lebendige, kleine Marktplatz mit dem Renaissance-Rathaus und den historischen Fachwerkhäusern bezaubert nicht nur Kulturfreunde. Auch Kinder finden es super, ein Eis am Marktbrunnen zu schlecken. Anschließend geht’s hinauf zum Naturerlebnispfad „Am Hainrich“ –  gleich in der Nähe der Weinberge. Abenteurer können dort in einem alten Steinbruch herumkraxeln, Hütten im Wald bauen oder über eine Hängebrücke balancieren, und noch eine ganze Menge mehr erleben. Zum Schluss gibt’s für die Großen ein Gläschen Roten in einem der vielen charmanten Cafés, Bistros und Biergärten.

Glück auf! Dem Bergbau in Sommerkahl auf der Spur
Mehr als zwei Jahrhunderte lang schufteten Bergleute in der Sommerkahler Grube Wilhelmine in körperlicher Schwerstarbeit, um Kupfererze abzubauen. 1923 wurde der immer unrentablere Betrieb eingestellt und die Grube geschlossen. Heute können Besucher die alten Stollen im Rahmen einer Führung erkunden und Einblicke in die faszinierende Welt allerlei funkelnder und glitzernder Mineralien erhalten. Nicht minder interessant ist aber auch ein rund neun Kilometer langer Naturerlebnispfad, der zu alten Gruben und einem Kalksteinbruch führt. Und nicht nur das: Zu entdecken gibt es auch wunderschöne Naturhighlights, wie zum Beispiel das sumpfige Naturschutzgebiet Amphibienfreistätte Speckkahl.

 

Unter anderem halten folgende Tourismusämter, Verbände und Vereine weitere Informationen und Angebote für Sie bereit:

– Kongress- und Touristikbetriebe der Stadt Aschaffenburg

– Mainland Miltenberg-Churfranken e.V., Miltenberg

– Naturpark Spessart e.V., Gemünden am Main

– Odenwald Tourismus  GmbH

– Tourismusverband Franken e.V.

– Tourismusverband Spessart-Mainland, Großwallstadt

– Touristikverband e.V. RÄUBERLAND, Heimbuchental

– TAG Münteres Mümlingtal, Bad König